Abenteuer-Shanghai


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Yu Yuan

Sehenswertes

Yu Yuan, auch Yu Garten genannt oder Yu Yuan Garten (wobei Yuan Garten heißt) ist eine wundervolle Gartenanlage bei der alten Stadt. Mit dem Bau des Gartens begonnen wurde 1559 von Pan Yunduan, einem hohen Beamten der Ming-Dynastie, für seine Eltern, damit sie im hohen Alter in Frieden glückliche Tage verbringen konnten.

Nach fast zwanzig Jahren Bauzeit und Einbringen fast seines gesamten Vermögens konnte Pan Yunduan 1577 den Garten fertigstellen. Zwanzig Gebäude stehen darin. Vor dem Gartengelände findet man ein Teehaus in einem Goldfischteich, das nur über eine Brücke zu erreichen ist.

In der späten Ming-Dynastie verfiel der Garten mit dem Niedergang von Pan Yunduans Familie. 1760 erwarben Kaufleute die Anlage und verbrachten die folgenden zwanzig Jahre damit, die Gebäude wieder aufzubauen.


Während mehrerer Kriege, Aufstände und Bürgerkriege wurden die Parkanlagen schwer beschädigt, aber Ende der 1950er Jahre restauriert und 1961 für die Bevölkerung freigegeben. Seit 1982 steht der Garten auf der Liste der Denkmäler Chinas. Der Eintritt beträgt zwischen 30 und 40 Yuan. Der Preis richtet sich nach der Jahreszeit, zu der man den Garten besichtigen will.

Yu Yuan bedeckt eine Fläche von 20.000 Quadratmetern und damit meine ich nur die Gartenanlage mit den Gebäuden. Leider hatte ich keine Zeit, mir diese wundervolle Anlage anzusehen, denn schließlich war ich zum Arbeiten hier und je näher die Eröffnung des Marktes rückte, desto weniger Zeit hatte ich für Erkundungen.

Der Tempel des Stadtgottes steht im Norden der Anlage. Der ganze Distrikt um den Garten herum nennt sich Yu Yuan, die Häuser der alten Stadt sind im Stil der Häuser der Ming-Dynastie aufgebaut worden.


Yu Yuan und der umgebende Geschäftsbereich ist ein Magnet für Touristen aus aller Welt. In den vielen Geschäften kann man alles Mögliche kaufen, von Nahrungs- und Genußmitteln, über Haushaltswaren zu Kitsch und Nippes. Wenn man hier einkauft sollte man allerdings damit rechnen, daß die Preise gesalzen sind. Für 50 Gramm Jasmintee habe ich hier 70 Yuan in einem kleinen Teegeschäft bezahlt. Für dieselbe Menge hätte ich bei Carrefour im Einkaufszentrum im Zhongshan Park 24 Yuan bezahlt. Der Tee schmeckt aber trotzdem.

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Der Yu Yuan Distrikt mit seinen großen Gebäuden und Geschäften ist schick anzuschauen. Die Wege zwischen den Häusern sind nicht besonders breit und es ist nicht so einfach, ein paar ordentliche Bilder zu machen, weil dauernd Passanten um einen herum sind, die die Weitsicht versperren.

Besonders voll ist es auf dem Platz vor Cheng Huang Miao, dem Tempel des Stadtgottes. Hier sind nicht nur Einheimische unterwegs, sondern auch Besucher aus allen Teilen Chinas und der Welt, die mit Reisebussen hierher gekarrt werden, um die im Reiseprospekt versprochene Sehenswürdigkeit zu bestaunen. An diesem Tag war es fast nicht möglich, vernünftig zu fotografiern, da man im Gedränge eigentlich nicht wirklich stehen bleiben konnte.

Schon von Weitem kann man den Bezirk erkennen, die nach oben gebogenen Spitzen der Dächer weisen den Weg. An sonnigen Tagen ist hier echt etwas los. Natürlich sind auch hier Straßenhändler unterwegs, die ihre Waren an den Mann bringen wollen. Wenn ich das richtig sehe, dann sind hier gerade Nüsse und Trockenfrüchte im Angebot. Für die braucht man wenigstens keine Kühlung. Mit auf dem Stand: eine digitale Waage.

Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren: die Häuser sehen zwar schön aus, sind aber für Touristen zurecht gemacht worden. Alles wirkt ein wenig kitschig, so als wäre es nicht eine gewachsene Struktur einer Stadt.
Und der Eindruck wird sicher noch durch Leuchtmittel am Dach und bunte Leuchtreklamen an den Wänden verstärkt. Es war nett, das einmal gesehen zu haben, aber die kleinen mit Leben erfüllten Seitenstraßen fand ich interessanter.

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